Gadolinium im Leben einer 14-jährigen

Veröffentlicht am

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Gadolinium im Leben einer 14-jährigen

Ich möchte kurz unsere Geschichte erzählen.

Eigentlich ist es die Geschichte unserer Tochter. Sie ist 14 Jahre alt und leidet seit September 2017 an Symptomen, für die Ärzte aus verschiedenen Fachbereichen keine organische Ursachen finden konnten.

Sie hat seit September 2017 täglich Kopfschmerzen, seit April 2018 täglich Bauchschmerzen, seit November 2018 schlappe Beine, keine Stimme mehr, seit diesem Jahr sind noch Schmerzen in den Beinen dazugekommen, sie ist dauerhaft müde, kaputt…..

Über ein Jahr haben wir uns dagegen gewehrt, sie in die psychische Ecke drängen zu lassen, doch irgendwann weiß man einfach nicht weiter und so stand jetzt eine Aufnahme in eine psychosomatische Klinik kurz bevor.

Beim Stöbern durchs Netz, in dem wir uns seit einem Jahr fast täglich befinden, bekamen wir dann den Hinweis, unser Kind auf Gadolinium testen zu lassen. Da sie innerhalb eines Jahres 3 MRT mit Kontrastmittel bekommen hatte, war das durchaus eine Option.

Es war zwar nicht so einfach, überhaupt ein Labor zu finden, welches diesen Test durchführt, aber nach einem Tag Rumtelefonieren hatten wir eins gefunden.

Das Ergebnis des Tests: deutliche Überschreitung des Grenzwertes. Ein Schock aber gleichzeitig auch irgendwie eine Erleichterung, endlich eine Ursache für das Leiden unseres Kindes greifbar zu haben und zu wissen, sie ist nicht „verrückt“.

Doch nun standen wir vor dem nächsten Problem: Wer kann ihr helfen? Dass es eine Krankheit ist, die es nicht geben kann und darf, hatten wir schon beim Recherchieren nach dem Labor gemerkt, und die vielen Berichte im Internet bestätigten dies leider.

Zum Glück haben wir jetzt eine promovierte HNO-Ärztin mit angeschlossener Praxis für Naturheilmedizin gefunden, die sich auf Entgiftung von Schwermetallen spezialisiert hat.

Heute (31.01.2019) hat unsere Tochter ihre erste Ausleitung bzw. den Provokationstest und wir hoffen, dass ihr die Therapie hilft, dass sie endlich wieder ein schmerzfreies und ihrem Alter entsprechendes Leben führen kann.

Wir hoffen, dass dieser letzte Strohhalm, an den wir uns jetzt klammern, nicht abknickt…

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Sannymoon

Dieser Beitrag wurde verfasst von: Sannymoon

Ich bin in erster Linie Mama einer 14jährigen Tochter, der es aufgrund einer falsch behandelten Neuroboreliose und einer Gadoliniumvergiftung seit über einem Jahr schlecht und immer schlechter geht...

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1 Comments

  1. Arite

    Hallo Sannymoon,
    die Krankengeschichte deiner Tochter hat mich sehr bewegt! Ich selbst habe 2 Kinder und fände es furchtbar, wenn sie solch eine Erkrankung hätten. Wie geht es deiner Tochter jetzt? Habt uhr die Therapie durchgezogen?
    Ich selbst hatte im Februar 2020 ein MRT mit Dotarem aufgrund einer Tränendrüseninfektion. Danach bekam ich schleichend eine Muskelschwäche in den Armen und habe außerdem Missempfindungen und Schmerzen in Armen und Beinen. Ich kann mir das nicht erklären, es sind ganz komische Gefühle und auch immer unterschiedlich, mal brennend, mal dumpf und mal in Obenschenkeln, mal in der Wade oder an der Ferse, mal an den Seiten… natürlich wurde auch ich vorab nicht über diese Risiken aufgeklärt. Das ist furchtbar, wie man auf diese Weise krank gemacht wird! Ich weiß natürlich nicht, ab das Kontrastmittel die Ursache ist, aber da ich vorher nie solche Beschwerden hatte und diese Beschwerden so diffus sind, kann ich mir das gut vorstellen.
    Eine Frage noch… wie teuer war die Gadominium-Testung?
    Ich würde mich über eine Rückantwort freuen.
    Viele Grüße
    Arite

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